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Um die Inflation und die damit einhergehende extreme Zurückhaltung der heimischen Wirtschaft, was Investitionen betrifft, zu bekämpfen, hat die Regierung ein Sofortpaket beschlossen, mit dem der Investitionsfreibetrag zeitlich befristet bis zum Ende des Jahres 2026 verdoppelt wird. "Da geht es um abnutzbare Wirtschaftsgüter, vor allem um Maschinen, da geht es um Wertschöpfungen im Inland, weil wir einfach merken, dass viele Unternehmen zurückhaltend sind mit der Entscheidung, ob sie investieren oder nicht. Das ist ein eindeutiger Anreiz, Investitionen vorzuziehen", so der Wirtschaftsminister.
Seit 2023 gibt es wieder einen Investitionsfreibetrag von 10 bzw. 15 %. Der soll ab 01.11.2025 bis Ende 2026 auf 20 bzw. 22 % ansteigen. Es kann daher Sinn machen, etwaige in naher Zukunft geplante Investitionen erst ab November zu tätigen.
Eine zweite zentrale Maßnahme sei, den Industriestrombonus in die Umsetzung zu bekommen, um jene Industriebetriebe, die einen Verbrauch von über einer Gigawattstunde hätten, gezielt zu unterstützen. Dafür würden für die Jahre 2025 und 2026 in Summe 150 Millionen Euro aufgewendet. Anders als 2022 gebe es klare Vorgaben für die Förderung: diese müsse zu 80 Prozent reinvestiert werden, davon 50 Prozent in Energieeffizienzmaßnahmen.
Das Maßnahmenpaket wurde am Mittwoch (03.09.2025) im Ministerrat beschlossen, nachdem es am Dienstag (02.09.2025) zum Auftakt einer Regierungsklausur vorgestellt worden war.
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